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Wie Voice Search Suchanfragen beeinflusst

Siri, Alexa oder Cortana Voice Search Suchanfragen nehmen im Alltag immer mehr zu. Was Sie als Unternehmer tun können um Kunden zu gewinnen?

Ok Google, wie wirkt sich Voice Search auf SEO aus?

Voice Search ist ein weltweiter Trend. Egal ob Alexa oder Siri: Nutzer greifen verstärkt auf die Unterstützung von modernen Sprachassistenten zurück. Marketer müssen sich und die Unternehmenswebseite daher darauf vorbereiten, dass Voice Search als unaufhaltsamer Standard gilt.

Hey Siri, was hat es mit Voice Search überhaupt auf sich?

Unter Voice Search versteht sich eine speziell entwickelte Suchfunktion von Google. Diese immer populärer werdende Technologie ermöglicht es dem Nutzer, online Suchanfragen zu stellen, ohne diese per Tastatur einzutippen. Stattdessen können die Suchanfragen mit gesprochenen Worten gestellt werden.

Dieses neuartige Suchverhalten wurde mit der Einführung von Siri, dem Apple Voice Search Algorithmus, angestoßen. Im Laufe der Zeit zogen andere Dienste, wie Amazon mit Alexa oder Windows mit Cortana nach. Der mächtigste Anbieter auf dem Markt der revolutionären Online-Suche bleibt allerdings Google. Auch in Zukunft will der Gigant seine Position innerhalb dieses Bereiches weiter stärken und damit das Suchverhalten der Nutzer weiterhin in diese Richtung prägen.

Als Herausforderung der Technologie gilt es, die natürliche Alltagssprache der Nutzer in ein maschinell lesbares Format zu bringen. Dabei kommen Verfahren wie Natural Language Processing, maschinelles Lernen oder künstliche Intelligenz zum Einsatz. Doch künstliche Intelligenz findet nicht nur bei Google Voice Search Anwendung, sondern auch bei weiteren Services. So zählt beispielsweise die Einführung von RankBrain, dem selbstlernenden Algorithmus von Google, ebenfalls als einschneidend für die Bedeutung moderner Suchmaschinenoptimierung.

Alexa, wie stehen die Themen Voice Search und Suchmaschinen bzw. SEO in Zusammenhang?

Google Voice Search wirkt sich auf jegliche SEO Maßnahmen aus. Künftig stehen Marketer demnach vor der Herausforderung, auf das komplett veränderte Suchverhalten der Anwender einzugehen. Gerade junge Menschen nutzen die neu entwickelten Sprachdienste intensiv. Doch auch unabhängig von der entsprechenden Altersgruppe findet die Mehrheit der Nutzer Gefallen an der neuen Art, Suchanfragen zu stellen, wenn sie es erst einmal ausprobiert haben. In der Regel überwiegt der Komfortgedanke bei dieser Art, Suchanfragen zu platzieren.

Cortana, wie wirkt sich Voice Search und somit das geänderte Suchverhalten auf Unternehmenswebseiten aus?

Da sich das Suchverhalten maßgeblich gewandelt hat, sind zwangsläufig Einflüsse auf Unternehmenswebseiten zu erwarten. Es ist wichtig, die SEO Strategie und die Webseite auf das sprachbasierte Suchverhalten auszurichten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich das eigene Google Ranking deutlich verschlechtert. Wenn keine Treffer für die sprachbasierten Suchanfragen hinterlegt sind, wird die Unternehmenswebseite bei Fragen in Satzlänge nicht angezeigt. Um herauszufinden, wie optimiert der eigene Online-Auftritt für Voice Search und generell für das neue Suchverhalten ist, hilft es, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wie ist die Ladezeit meiner Unternehmenswebseite?
  • Wie vertrauenswürdig ist der Content meiner Unternehmenswebseite?
  • Wie verständlich sind die Inhalte meiner Unternehmenswebseite?
  • Wie ist das bisherige Ranking meiner Unternehmenswebseite?

Diese Fragestellungen eigenen sich, um die Unternehmenswebseite auf den Prüfstand zu stellen. Eine hohe Ladezeit der Webseite wurde auch schon bei klassischen Suchanfragen von Google bestraft. Das ist auch bei sprachbasierten Suchanfragen nicht anders. Auch das bisherige Ranking ist ein entscheidender Faktor, denn Google präferiert beim Sprachsuchanfragen ebenfalls Unternehmenswebseiten, die auch bisher schon gute Rankings hatten. Konnten also in den Bereichen Ladezeit, Content und Ranking bereits Erfolge gefeiert werden, ist die Unternehmenswebseite schon relativ gut aufgestellt, um auch dem Trend des Voice Search Stand zu halten. Dennoch reicht das alleine noch nicht aus. Um erfolgreiches SEO zu betreiben und somit auch in Zeiten von geändertem Suchverhalten relevant zu bleiben, ist es ratsam, folgende Tipps umzusetzen:

Verwendung von Fragestellungen und Erstellen einer FAQ-Seite

Was kostet ein Flug in die Karibik? Wo ist der nächste Supermarkt? Wie lange dauert die Fahrt von Hamburg nach Berlin? Nutzer stellen bei der Sprachsuche vor allem klassische W-Fragen, sprich Wann?, Wer?, Wie?, Was?, Warum?, Wo?. Die Integration von potenziellen Fragen auf der Unternehmenswebseite ist daher sinnvoll. Diese sollen bestenfalls direkt in die Überschriften eingebunden werden. Google oder andere Suchmaschinen prüfen dann, ob die gestellten Suchanfragen der Nutzer den Fragestellungen ähneln.

Um herauszufinden, welche Themen für die Zielgruppe relevant sind, kann entweder über Social Media nachgefragt werden, welche Fragen die Follower haben oder man übernimmt Fragen, die zum Beispiel über ein Kontaktformular bereits eingegangen sind. Außerdem gilt eine FAQ-Seite als sinnvolle Methode im Voice Search SEO. Auf dieser Seite sollen häufig gestellte Fragen der Zielgruppe mit den passenden und leicht verständlichen Antworten übersichtlich dargestellt werden. Damit wird es den Nutzern ermöglicht, auf einfache Art und Weise an die gewünschten Informationen zu gelangen. Diese Seite erhöht nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern ist zudem für die Suchmaschinenoptimierung förderlich. Ist diese Unterseite bei Google entsprechend indexiert, liegt die Wahrscheinlichkeit der Verlinkung auf diese Seite bei entsprechenden Sprachsuchen relativ hoch.

Arbeit mit Long-Tail-Keywords

Neben den Fragestellungen werden auch Long-Tail-Keywords im SEO Bereich immer bedeutender. Erfolgte bisher das Ranking von Suchmaschinen über einzelne Schlüsselbegriffe, werden künftig zusammenhänge Phrasen immer wichtiger. Eine Herausforderung bei Suchanfragen über Worte ist, dass nicht zwischen Substantiven, Verben und Adjektiven unterschieden werden kann. Das kann zur Folge haben, dass einzelne Wörter falsch gedeutet werden. Beispielsweise kann „gründe“ sowohl als das Substantiv „Grund“ interpretiert werden. Gleichzeitig kann dieses Wort auch für das Verb „gründen“ stehen. Die Bedeutung wäre in diesem Fall eine ganz andere. Um solche Verwechslungen zu vermeiden sind Long-Tail-Keywords bei SEO Maßnahmen essenziell.

Kenne die Zielgruppe

Die Zielgruppe steht bei jeglichen SEO Maßnahmen immer an erster Stelle. Doch in Zeiten von sprachbasiertem Suchverhalten wird es noch wichtiger, die Zielgruppe präzise zu bestimmen. In diesem Bereich gilt Klasse statt Masse: Selbstverständlich wollen Marketer mit ihrer Unternehmenswebseite eine breite Zielgruppe ansprechen. Wichtiger ist aber, die tatsächliche Zielgruppe bestmöglich zu filtern und dieser Gruppe zugeschnittenen Content zu bieten. Damit können hohe Streuverluste noch besser vermieden werden.

Am Puls der Zeit mit Voice Search

Alexa, wie wird das Wetter morgen in Berlin? oder Hey Siri, wo ist die nächste Apotheke?: Für die Beantwortung solcher Suchanfragen sind weder Text-Ergebnisse noch mehrere Suchergebnisse notwendig. Es reichen Aussagen wie: Morgen werden es 25 Grad in Berlin oder Die nächste Apotheke ist nur 200 m entfernt. Unternehmen werden auf das geänderte Suchverhalten mit der Weiterentwicklung von Voice Apps reagieren, um mögliche Kunden per Sprache auf ihr Angebot aufmerksam zu machen und den Kaufprozess entsprechend zu unterstützen. Das Kundenerlebnis steht mehr denn je im Fokus. Marketer müssen daher aktiv werden und die Sprachdienste mit ihrer angepassten SEO Strategie unterstützen, die Unternehmenswebseite zu verstehen. Es lohnt sich, in diesen Bereich zu investieren, denn es steht bereits fest: Voice Search ist die Zukunft.

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